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Ralf Illenberger: Home

Konzerte 2018

Im Duo mit Peter Autschbach

 

26.September  Garniers Keller                   20 Uhr    61381 Friedrichsdorf  Hugenottenstr.117

28.September   Stephanuskirche                20 Uhr   72766 Reutlingen/Sondelfingen Reicheneckerstr.59

29.September  Subiaco Kino                       20 Uhr   78713 Schramberg Schiltachstr.28

30.September   Kreuztal Kultur                  18 Uhr    57223 Kreuztal-Krombach Kino der Brauerei

5.Oktober         KultRaum!                          20 Uhr   14532 Kleinmachnow Zehlendorfer Damm 200

6. October        Kunsthalle                          20 Uhr    18225 Kuehlungsborn  Ostseeallee 48

9.Oktober         Gdanska                            20 Uhr     46045 Oberhausen   Altmarkt 3

11. Oktober      Theatergalerie                    20 Uhr     72666 Neckartailfingen Im Gässle11

12. Oktober      SWR  Fernsehen                Kaffee oder Tee

20.Oktober       Gitarrenfestival Edersee      20 Uhr     34537 Bad Wildungen An der Geoerg Viktor Quelle 3

21.Oktober       Kulturhaus Osterfeld           19 Uhr     75172 Pforzheim Osterfeldstr. 12

26.Oktober       Buergerhaus Lauchhau        20 Uhr     75069 Stuttgart Melunerstr.12

28. Oktober      Schlosskirche                      20 Uhr    56457 Westerburg Wilhelmstr.24

4. November     Ledigenheim                       18 Uhr    46537 Dinslaken  Stollenstr.1

 

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Peter Autschbach & Ralf Illenberger / Zero Gravity – CD-Review

Peter Autschbach & Ralf Illenberger / Zero Gravity

Zwei hervorragende deutsche Musiker treffen hier aufeinander, beides Gitarristen. Das sind der 1961 geborene Peter Autschbach, einst als Autodidakt gestartet und dann mit einem Jazz-Studium abgeschlossen, und der 1956 geborene Ralf Illenberger, der vor allem bekannt wurde durch seine lange Zusammenarbeit mit Martin Kolbe.

Im Gegensatz zu solchen Konstellationen von Gitarristen wie beispielsweise die Zusammentreffen von John McLaughlinAl di Meolaund Paco de Lucia, wo sich Virtuosität und Schnellspielen oft zu überschlagen schienen, gehen die Beiden wesentlich harmonischer und einfühlsamer an die gemeinsame Arbeit heran, nicht gegeneinander, um sich auszustechen, sondern wirklich gemeinsam.

Der Sound wirkt durchgehend gleich in den Harmonien, doch die Verwendung verschiedener Gitarren bringt das nötige Quäntchen Abwechslung ins Spiel. Im Pressetext zu dieser Veröffentlichung wird Jörg Conrad von der Süddeutschen Zeitung zitiert, in dem dieser (hier auszugsweise) davon berichtet, dass die beiden Musiker keinen Pop (obwohl die Melodien leicht ins Ohr gehen), keinen Jazz (auch wenn ein Großteil ihrer Musik improvisiert ist), keinen Blues (auch wenn ihre Musik Tiefe und Seele besitzt) und keinen Folk (auch wenn die Grundlage ihres Tons fest in der Tradition verankert ist) spielen, vielmehr handele es sich um eigenständige Musik, die gleichermaßen zeitgemäß und zeitlos sei.

Nun, in der Tat lässt sich das, was die beiden Künstler hier bieten, wohl schlecht in eine Schublade stecken. Man mag noch die Begriffe New Age und Klassik mit hinzufügen in dem Versuch einer Kategorisierung, aber letztlich ist es müßig, sich hierüber im Detail auszulassen, denn wenn man sich darauf einlässt, dann wird man wissen, was einen erwartet: Instrumentalmusik von hoher Güte, die mit Sicherheit keine Spuren von Pop oder Blues aufweisen wird, so sehe ich es. Doch Folk als Grundlage und Elemente des Jazz, zusammen mit Anflügen von New Age dürfte diese letztlich als Unterhaltungsmusik definieren, die eine angenehme Ruhe und Beschaulichkeit ausströmt, für Einige vielleicht viel zu langweilig, auch angesichts der durchgehend relativ gleichbleibenden Atmosphäre. Andere wiederum dürften begeistert sein, dann, wenn der nervenaufreibende Alltag einmal zu etwas mehr Ruhe gemahnt, dann dürfte diese Rezeptur sicher Abhilfe schaffen können.

Sicher ist es auch stimmungsabhängig, ob man sich gerade darauf einlassen kann oder nicht. Für Feinschmecker ist diese Musik jedoch immer geeignet, ob als dezente Hintergrundmusik für einen netten Abend mit Freunden oder ganz einfach, um sich hinzulegen und sich berieseln zu lassen von einem Schauer der Virtuosität und des Schönklangs.

So empfinde ich einen Schwall von Klängen, die aus den Boxen schwappen, eine flirrende, schwirrende Atmosphäre, geschaffen auf Gitarrensaiten, alles fließt, alles fliegt, fliegt dahin, um mich und meine Gedanken mitzunehmen auf eine imaginäre Reise. "New Arrival", eine neue Ankunft, vielleicht auch wie das Wasser, das nach der Ebbe bei großer Sturmstärke wieder an den Strand spült. Ja, und schon öffnet sich ein großes Tor für Assoziationen. "Zero Gravity", die Schwerkraft also gleich Null, nun, das mag in der Tat zutreffen. Zwar ist die Scheibe nicht im umgangssprachlichen Sinne abgehoben, also auf gewisse Art unzugänglich, sondern fühlt sich an, als sei sie frei von Zwängen, also nicht festgehalten, festgezurrt, sondern sich lösend von Allem, was Kummer und Sorgen bereiten kann. Und so mag man in jeden einzelnen Song, seinen Titel und die Stimmung persönliche Dinge hineininterpretieren, ich wünsche Allen viel Spaß dabei.


Line-up Peter Autschbach & Ralf Illenberger:

Peter Autschbach (guitars)
Ralf Illenberger (guitars)
Nico Deppisch (fretless bass – #5)

Tracklist "Zero Gravity":

  1. New Arrival (5:09)
  2. Zero Gravity (5:15)
  3. Sellie (3:20)
  4. Heads Up (4:07)
  5. The Truth (8:43)
  6. Solstice (5:20)
  7. Topaz (3:27)
  8. Twilight Dance (5:44)

Gesamtspielzeit:41:19, Erscheinungsjahr:2017

XX     
 
Kritik Cd             ONE MIND    Peter Autschbach und Ralf Illenberger  (2014)

 

Virtuose Musiker haben oft den Drang, ihre Fingerfertigkeiten auch öauf ihre Tonträger zu bannen, darunter leidet dann in der Regel das Songwriting und der musikalische Fluss des Albums.

Die Akustik-Gitarristen Peter Autschbach und Ralf Illenberger gehören nicht zu dieser Spezies, wie ihr Album One Mind klanglich eindrucksvoll beweist.

Die sanften Hügel des Siegerlandes genauso wie die schroffen Felsen Arizonas vermögen ihren Betrachtern schon einmal den Atem zu rauben. Vielleicht ist es Zufall –vielleicht aber auch die spezielle Atmosphäre dieser weiten Landschaften, dass an diesen beiden Orten das Album One Mind entstanden ist. One Mind der beiden Akustik-Gitarristen Peter Autschbach und Ralf Illenberger, über die die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Ihr Spiel hat etwas vom Atem großer und weiter Landschaften. Es sind im übertragenen Sinn Landschaftsbeschreibungen, die im Vorüberziehen intensive Eindrücke hinterlassen, die wiederum in Musik gegossen sind. “Das Album zeugt von hoher Virtuosität, die beiden Gitarristen haben es jedoch nicht nötig, damit zu prahlen.

One Mind ist nach No Boundaries die zweite CD der beiden Musiker, die auch regelmäßig gemeinsam auf der Bühne stehen. Und das, obwohl sie normalerweise mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt wohnen: Ralf Illenbach lebt seit Jahren in den Vereinigten Staaten. In seinem Studio in Sedona, Arizona hat er den Mix von One Mind übernommen; eingespielt hatten die beiden Gitarristen ihre Tracks zuvor im Siegener Wohnzimmer von Peter Autschbach.

Sieben der acht Songs hat das Duo entweder zusammen komponiert oder auf Ralf Illenbachs Feder basierend neu arrangiert. Das achte Stück, der Titeltrack, ist eine spontane Improvisation. In ihr zeigt sich, wie gut sich die beiden Gitarristen musikalisch verstehen –es bedurfte keinerlei Absprachen, um spontan ein solides Duo-Stück einzuspielen. Im Direktvergleich sind jedoch die übrigen Titel mit ihren raffinierten Melodiebögen wesentlich eingängiger.

Gleich der Opener „Rumble“ lädt zum Augen schließen und Wegträumen ein –  Autschbach und Illenberger malen mit ihren beiden Gitarren große Bilder, zum Beispiel von weiten Landschaften. Diese Klangwelten werden erst breit und intensiv durch Illenbergers gelungenen Mix. Er spart vor allem nicht mit Hall und Chorus: Mitunter erinnern die Gitarren etwas an den Chorus-getränkten Sound des Police-Gitarristen Andy Summers –im Gegensatz zu ihm überschreitet One Mind allerdings niemals die Grenze, ab der es zu viel wird. Viel mehr schafft an passenden Stellen der Eine die nötige Breite,  um den Anderen in Szene zu setzen. One Mind zeugt von einem wirklich tiefgreifenden und umfassenden Verständnis zweier Musiker untereinander. Die Kritik in der Süddeutschen Zeitung endet mit den Worten: „Selten findet man eine Besetzung, die derart ausgeglichen und homogen musiziert, ohne die notwendigen Spannungsbögen vermissen zu lassen." Treffend formuliert!

4 von 5 Sternen

(30.01.2015)

 

 

 

 

 

CD : AUTSCHBACH/ILLENBERGER  "NO BOUNDARIES"

Release Date: October 2012

Peter Autschbach & Ralf Illenberger: No Boundaries
(2012, Ears love music/Time Zone)
Lange musste man warten, um wieder neue Gitarrenmusik zu hoeren, die den einmaligen Sound des legen- daeren Duos Kolbe/Illenberger aufgreift und weiterfuehrt. Verblueffend, wie sich hier zwei Musiker so perfekt aufeinander einstellen, dass man als Zuhoerer den Eindruck hat, einer großen viel-saitigen Gitarre zuzuhoeren. Das Duo zupft sich durch Klangflaechen und Linien, die abheben, in der Luft schweben und doch dank des unwiderstehlichen gemeinsamen Grooves ausreichend Erdverbundenheit haben, um nicht ins Beliebige abzudriften. Zwischen Minimalismen und extrem dichten Arpeggien bildet sich hier ein neuer Stil, ein neues Klangbild, dem man die Rueckschau auf das Statement von Kolbe/Illenberger ebenso anmerkt wie seine neu- en Richtungen; so bringt Autschbach hoerbare jazzige Einfluesse ein, die sich nicht nur in der Linienfuehrung
aeußern, sondern in ueberraschenden und manchmal Metheny-haft anmuten- den Akkordverbindungen. Bereits jetzt beherrscht ist das Duo die hohe Kunst des eng verzahnten Zusammenspiels. Man ahnt, dass hier sogar noch Luft nach oben ist. Einen beeindruckenden Hinweis auf die Verstaendnisebene von Illenberger und Autschbach ist in der mehrteiligen Suite ‚Last Afternoon‘ zu erleben, einem fast 30-minuetigem Flow, der ohne vorherige Absprachen improvisiert wurde. Dass das Duo bei den Aufnahmen ueberwiegend den Klang der Pickups der verwendeten Gitarren benutzt hat, sorgt fuer ein aufgeraeumtes Klangbild mit ganz eigenem Reiz, das gut zu den fließenden Arpeggio- Spielereien und sich aufschwingenden Flageoletts passt.

Andreas Schulz, Akustik Gitarre Februar/Maerz 2013

 

 

CD bei Stockfisch Records

"Red Rock Journeys"

Hier eine Kritik von Rocktimes.de

Man muss nicht unbedingt in Ralf Illenbergers neuer Heimat Sedona, Arizona, gewesen sein, um sich einen Eindruck von der inspirierenden Landschaft rund um den Künstlerort zu machen. Dazu nimmt man sich das neue Album "Red Rock Jouneys" des 'Reiseleiters' Illenberger zur Hand und lässt sich vom Zauber einer »Zusammenstellung von Gitarrenstücken, die ich in der malerischen Kulisse der "Roten Felsen" von Sedona (Arizona) komponierte« gefangennehmen.

Der meisterliche Gitarrist weiter: »Ich habe sie im Stockfisch-Studio (Northeim/Germany) neu eingespielt - in der Mehrzahl mit nur einer akustischen Gitarre, bei einigen Stücken spielte Sandro Gulino seinen Bass dazu. Auch darin unterscheiden sich diese Versionen von meinen ursprünglichen Studioeinspielungen.« Damit sind wir bei der nicht von der Hand zu weisenden Tatsache angelangt, dass bei den wunderschönen Stücken sozusagen auch der Klang die Musik macht.
Folglich greift der Protagonist auch auf älteres Material zurück und beweist dem geneigten Hörer damit gleichzeitig, wie zeitlos gut seine Kompositionen waren und sind. In diesem Zusammenhang finden Alben wie "Sedona", "Emerge", "The Kiss: Five Ways Of Bliss" oder Ralf Illenberger's Circle sowie seine ehemalige Zusammenarbeit mit Martin Kolbe Erwähnung.
"Red Rock Jouneys" ist eine nicht nur verträumte Reise, denn Illenberger hat auch den Drive. Sein Spiel ist komplex, intim, weiträumig und kann keinem Genre zugeordnet werden. Wie bereits weiter oben erwähnt, spielt Sandro Gulino in einigen Stücken Bass. Er erweist sich als einfühlsamer Begleiter, der durch seine tiefen Töne so manchem Track noch mehr Weite gibt.
Illenbergers akustische Musik kommt ohne Worte aus und dennoch serviert uns der Künstler mit seinen Liedern so etwas wie vertonte Gedichte, in denen Melancholie und Freude dicht beieinander liegen. Traumhaft ist nicht nur das Platten-Ambiente, sondern auch Illenbergers Gitarren-Künste und er ist ein großes Aushängeschild dafür, dass diese Art der Musik nie aus dem Aktualitätsraster des Business' herausgefallen ist.
"Red Rock Jouneys" hat die Faszination eines über den Dingen stehenden Künstlers. Illenberger spielt auf einer Ebene, in der sich er nicht mehr beweisen muss, wie gut er ist. Ohne Kalkül und mit der Freiheit des Schaffens serviert uns der Mann leuchtende, das Licht in unzählige Farben brechende Juwelen, die tief unter die Haut gehen und gleichzeitig so klar sind, wie Quellwasser.
Der Kontrast zwischen Komplexität und Intimität macht diese Platte zu keinem Fastfood-Ereignis. Der Zauber von "Red Rock Jouneys" muss in würdigem Rahmen genossen werden und die Scheibe wird ihre ganz eigene Klasse entwickeln. Zu jedem Track hat Illenberger ein kurzes Statement abgegeben. Dabei gefällt mir ganz besonders der Kommentar bei "Light Wave": »Lichtmoleküle verschmelzen zu tanzendem Bewusstsein.« Wow, da geht jetzt nur ... Augen beziehungsweise Zimmertüre zu und genießen. Oder: »Sanftes Hinabgleiten in die Schwerelosigkeit.« So beschreibt er "Falling Down". So gesehen ist Illenberger auch ein Meister des Wortes...
Auf "Red Rock Jouneys" stehen ältere sowie neue Kompositionen nebeneinander und nach einer ausgiebigen Qualitätskontrolle darf festgestellt werden, dass es hier keinen Generationskonflikt gibt. Dieses Album hinterlässt keine offenen Fragen. Selbst live wird Ralf Illenberger zusammen mit Peter Autschbach Ende 2012 in Deutschland unterwegs sein.
Line-up:
Ralf Illenberger (acoustic guitars)
Sandro Gulino (electric bass - #1,2,3,5,6,8,10)
Tracklist
01:Frogs [R. Illenberger] (4:35)
02:Big Change [R. Illenberger/B. Siebert] (4:59)
03:Light Wave [R. Illenberger] (3:20)
04:Walk In The Park [R. Illenberger] (3:14)
05:The Veil [R. Illenberger] (4:47)
06:Joy [R. Illenberger] (4:59)
07:Thinking Of You [R. Illenberger] (2:57)
08:Falling Down [R. Illenberger] (3:56)
09:Osterspaziergang/Soleil [M. Kolbe & R. Illenberger/R. Illenberger] (6:36)
10:Ballad [R. Illenberger] (4:37)
11:The Kiss [R. Illenberger] (7:34)